Therapieempfehlung
Da es bei einer Umknickverletzung (OSG Distorsion) in den allermeisten Fällen zu einer Verletzung des Außenbandapparates kommt, ist eine konsequente Behandlung von entscheidender Wichtigkeit um später eine Instabilität des Sprungegelenkes unbedingt zu vermeiden. Laut neusten Studien verbleibt bei einer nicht sachgemäßen Behandlung ein Risiko für eine Instabilität von ca. 40%.
Eine Umknickverletzung ist in den allermeisten Fällen durch eine konservative, das heißt nichtoperative, Behandlung therapierbar.
Folgende Therapieempfehlungen nach dem Nachbehandlungsrichtlinien des Humanmedicum werden Ihnen empfohlen.
Ruhigstellung
Das verletzte Sprunggelenk muss 23 Stunden täglich für mindestens 6-8 Wochen durch eine von uns rezeptierte Sprunggelenkstütze (OSG Orthese) stabilisiert und ruhiggestellt werden. Eine alleinige Wickelung reicht nicht aus!
Die Orthese muss Tag und Nacht getragen werden! Insbesondere auch Nachts besteht die Gefahr, das durch unkontrollierte Bewegungen des Sprunggelenkes mit Überdehnung des Bandapparates, ein Folgeschaden entstehen könnte.
Nach 6 -8 Wochen des konsequenten Tragens, kann die Orthese zur Nacht weggelassen werden. Sie sollte aber noch 6 weitere Wochen über den Tag getragen werden, insbesondere wenn die Gefahr eines erneuten Umknickens besteht (Waldspaziergänge etc.).
Kühlen
Das wiederholte, kurze Kühlen des verletzten Sprunggelenkes ist nicht nur zur Verminderung der Schwellung, sondern auch zur Schmerzreduktion, sehr wichtig. Die optimale Zieltemperatur auf der Haut sollte 16° nicht stark unterschreiten.
Lagern Sie hierzu Ihr Sprunggelenk leicht erhöht und kühlen es 2x täglich für mindestens 7 Tage.
Hochlagerung
Sie sollten Ihr Sprunggelenk so oft wie möglich über Hüfthöhe hochlagern. Eine Stunde sitzen bedeutet 6 h Hochlagerung! Läßt die Schwellung innerhalb der ersten 2-3 Wochen nach, kann die Zeit des Hochlagerns reduziert werden.
Ein stützender Knie hoher Strumpf (im Sanitätshaus erhältlich) kann das Ausmaß und Dauer der Schwellneigung reduzieren, selbige kann in seltenen Fällen bis zu einem Jahr bestehen
Belastung
In den ersten Tagen werden Sie vermutlich noch Beschwerden beim Auftreten haben, entlasten Sie daher Ihr Sprunggelenk, indem Sie z.B. die Gehstrecke auf das notwendigste reduzieren. Ein Rezept für Unterarmgehstützen stellen wir Ihnen bei Bedarf gerne aus. Wenn der erste Schmerz gebessert ist dürfen sie mit der Sprunggelenksbandage auftreten. Lange Spaziergange sollten allerdings nicht erfolgen. In der Regel kann das Sprunggelenk spätestens nach 4 Wochen wieder vollständig in der Sprunggelenksbandage belastet werden.
Sportfähigkeit
In der Regel können ab der 4. Woche Sportarten wie Fahrradfahren, Nordic Walking oder Training des Oberkörpers im Fitnessstudio begonnen werden. Dabei muss die Bandage weiter getragen werden! Umknick gefährdende Sportarten wie Fußball, Handball, Tennis etc. sollten Sie für mindestens 3 Monate pausieren! Stabilisations- und Koordinationstraining sollte frühzeitig flankierend in der Orthese, nach Schmerzfreiheit, begonnen und als Prophylaxe weitergeführt werden.
Behandlungen
Das HUMANMEDICUM bietet Ihnen begleitend eine sichere und erfolgreich regenerative Therapieformen zur schnelleren Heilung Ihrer Verletzung an. Bei der Therapie wird Serumkonzentrat (ACP = autologes conditioniertes Plasma), das aus ihrem Blut gewonnen wird, an das verletzte Band gespritzt.
Durch das Thrombozytenkonzentrat, welches eine hohe Konzentration an Wachstumsfaktoren sowie entzündungshemmenden Stoffen beinhaltet, kommt es zu einer rascheren und nachhaltigeren Bandregeneration.
Empfohlen ist eine Verabreichung innerhalb 10-14 Tagen nach dem Unfallereignis. Diese Therapie ist eine Selbstzahlerleistung.
Bei gleichbleibenden Beschwerden über mehr als 6-12 Wochen ist eine erneute ärztliche Kontrolle mit MRT, z.B. in unserer Fußsprechstunde, zum Ausschluss einer versteckten (occulten) Verletzung empfohlen.
Falls Sie eine ACP Therapie wünschen, sprechen Sie uns bitte an oder vereinbaren einen Termin.